Edda Wilde – erINNErN (2018)

Porträts von Menschen zwischen 6 und 90 Jahren

Erinnern und Erzählen sind eng mit einander verwoben. Wenn wir Erinnerungen teilen wollen, tun wir es normalerweise mithilfe der Sprache, unterstützt vielleicht durch das Zeigen von Bildern, Dokumenten oder Musik. Doch transportieren sich Erinnerungen auch nach außen, wenn sich eine Person still an etwas Vergangenes erinnert?

Die Arbeit erINNErN zeigt eine Portraitserie mit 16 Personen im Alter von 6 bis 90 Jahren, die sich im Augenblick des Fotografierens still an Situationen ihrer Vergangenheit erinnern. Ausgangspunkt für die Erinnerungen waren die immer gleichen 30 Assoziationen, von denen 10 in der Ausstellung zu sehen sind.

Entstanden sind Momentaufnahmen, in denen auf ganz individuelle Weise die Bedeutung von Erinnerung sichtbar wird.

Die Arbeit wird im Internet nicht gezeigt.…

Birgit Nitsch – Der Nationalsozialistische Wald (2017/2018)

In ihrer Serie „Der nationalsozialistische Wald“ zeigt Birgit Nitsch ausschnitthafte Ansichten von Wäldern. Es handelt sich um Schwarz-Weiß-Fotografien.

Was sie beschäftigt, sind nicht die Wälder als eine Repräsentation von Natur, sondern der spezifische Ort und sein historischer Kontext. Die Wälder befinden sich alle in der Nähe von Konzentrationslagern, in denen Menschen gequält und getötet wurden. Die Wälder waren oftmals Schauplätze von Gewaltmärschen, Exekutionen, Flucht und gescheiterten Fluchtversuchen. Der Wald ist hier kein Bild ungebrochener Natur, sondern ein Ort gesellschaftlicher Ereignisse, die in ihrer Tragweite und tödlichen Konsequenz unerträglich sind.

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Inwieweit handelt es sich um ein Stimmungsbild, ein Psychogramm des Ortes und/oder um ein solches der Fotografin selbst? Zwar lässt sich eindeutig sagen, dass ihre Bilder nicht dokumentarisch sind, sie klären auf phänomenologischer Ebene erst einmal nichts auf, sie funktionieren nicht als Speicher von Bildinformationen.…

von hier aus …

Foto: Jürgen Hurst, Terrain vague #10, aus der Serie "Terrain vague", 2017

Ausstellung im Rahmen des EMOP 2018

Please safe the date …

Foto: Anna Homburg, Undae, 2018
Foto: Anna Homburg, Undae, 2018

Zur Eröffnung der Ausstellung

am 26. Oktober 2018 um 19 Uhr

im Kunstquartier Bethanien (Projektraum)
Mariannenplatz 2, 10997 Berlin-Kreuzberg

laden wir Sie und Ihre Freunde herzlich ein.

Fotoschule Berlin
Klasse Michalak

Axel Gehrke | Katja Hammerle | Anna Homburg | Jürgen Hurst | Rainer Menke | Birgit Nitsch | Karin Rasper | Susanne Rehm | Sibille Riechardt | Sebastian Schmidt | Wilhelm Schünemann | Katharina Stöcker | Edda Wilde.

Sibille Riechardt,Triptychon 01, aus der Serie „Wald“, 2018, FineArt-Druck, je 60x90cm

Jeder Blick auf eine Zukunft braucht einen Bezug auf etwas, das ist. Ob es sich dabei um innere oder äußere Dinge handelt, ob der Bezug romantisch, analytisch, ablehnend oder utopisch ist, bleibt sekundär.…

Klassenausstellung 2018 – EMOP

Die Klasse Michalak in der Fotoschule Berlin ist erneut Teil des europäischen Monats der Photografie in Berlin.

Am 16. März 2018 wählte die Jury (Prof. Walter Bergmoser (University of Applied Sciences in Berlin, Leitung Fachbereich Fotografie), Dr. Matthias Harder (Helmut Newton Stiftung in Berlin, Kurator), Prof. Gisela Kayser (Willy-Brandt-Haus, Künstlerische Leiterin), Prof. Heidi Specker (Fotografin, Berlin) und Pierre Stiwer (Direktor EMOP Luxembourg)) insgesamt 110 Projekte aus, darunter vier Fotoschulen: f/16, Neue Schule für Fotografie, Ostkreuzschule für Fotografie und Fotoschule Berlin (Klasse Michalak).

Wir zeigen neue fotografische Arbeiten vom 26.11-6.12.2018 im Kunstquartier Bethanien (Projektraum). Vernissage, 25.11.2018,  19 Uhr.

Weitere Informationen folgen im Sommer.…

ZWOplus – Klassenausstellung 2016

„ZWOPLUS“ ist die zweite Gruppenausstellung der Klasse Michalak. Gezeigt werden Arbeiten aus den vergangenen zwei Jahren. Zusätzlich wurden Gäste eingeladen.

Axel Gehrke ist Flaneur und hat ein Auge für besondere Situationen in der sich schnell verändernden Stadt Berlin. Jan Großer thematisiert in seinen Porträts geschlechtsspezifische Zuschreibungen von Körpersprache. Katja Hammerle lenkt den Blick auf die Fragilität des scheinbar selbstverständlichen. Anna Homburg befragt virtuelle Naturlandschaften in Computerspielen auf ihren Erholungswert. Die Video-Arbeit „Zwischenräume“ von Jürgen Hurst beschäftigt sich mit innerer Konstruktion von Wirklichkeit. Rainer Menke zeigt neue Porträts, Objekte und Collagen. Konstanze Müller-Kitti untersucht die Farbe ROT. Gemeinsam mit dem Publikum wächst ihr ROT-Archiv. Neben größeren Projekten fotografiert Birgit Nitsch seit Jahren Tagesbilder, die in einem längeren Prozess zu „Tagebüchern“ verdichtet werden.…

in and out – Klassenausstellung 2014

in and out

klassenausstellung zum monat der fotografie berlin 2014

Jan Großer, Katja Hammerle, Anna Homburg, Rainer Menke, Loredana Mondora, Konstanze Müller-Kitti, Birgit Nitsch

Von Berlin aus mag Europa modern, stabil und alternativlos erscheinen. Doch wer zu den Rändern blickt, den hauptsächlich ökonomisch und rational geprägten Diskursen, der normierenden Macht der Märkte, und diese dann zu den Individuen in Beziehung setzt, muss Fragen stellen.

Seit einem Jahr arbeiten sieben Fotografinnen und Fotografen in der Jahresklasse (Leitung Thomas Michalak) Die Arbeiten dieser Ausstellung verbinden die kritische Analyse gesellschaftlicher Gegenwart in der Mitte Europas mit dem Versuch einer persönlichen Wertereflexion. Einige Künstler_innen beschränken sich dabei nicht auf das fotografische Bild; sie erweitern ihre Sprache um Elemente von Installation, Film, Plastik oder Malerei.

Das Spektrum reicht von Überwachung, Kontrolle und der Mechanisierung organischen Lebens (Anna Homburg) über Entschleunigung, Entgrenzung, Offenheit (Birgit Nitsch), Identitätsbildung, Ausgrenzung, Konsum, Sex, Fetisch (Jan Großer), Opposition, das Recht auf Verweigerung und Innensicht (Katja Hammerle), Erneuerung, Optimismus und Aktivität (Konstanze Müller-Kitti), Pose, Persönlichkeit, Intimität (Loredana Mondora) bis hin zu Faschismus, Verdrängung, Abspaltung, dem Erbe von Gewalt gegen Mensch und Tier (Rainer Menke).…

Dagmar Kolatschny – en generale

Dagmar Kolatschny studierte Pädagogik, Psychologie und Soziologie an der Freien Universität Berlin. Bis 2006 entwickelte sie Computerspiele für Kinder als Projektleiterin, Konzeptionistin und Drehbuchautorin. Sie studierte Fotografie an der VHS Kreuzberg und an der Ostkreuzschule Berlin. Im Jahr 2013 absolvierte sie das MFA-Programm in Fotografie an Hartford Art School, USA. Sie lebt in Berlin und arbeitet im Bereich Grafik, Illustration und Fotografie.

Dagmar Kolatschny interessiert sich für die Erforschung der Vernachlässigten und verwandelt sie in etwas Einzigartiges in ihren Bildern. Ein Großteil ihrer Arbeit wurde von gefundenen Fotografien inspiriert: Durch die Suche nach visuellen Schatz in Haufen von verworfenen Fotografien, sucht sie nach Bildern, die erforschen und entwickeln ihre visuelle Sprache.…

Konstanze Müller Kitti – ROTLiegend

2015-2016

ist eine Gesteinschicht die während des Perms entstand.
Im Bergbau wird diese Schicht auch als taubes Gestein bezeichnet, weil es für die Industrie keine wertvollen Materialien enthält.

In meinem Verständnis ist es die tragende Schicht für die darauffolgenden Ablagerungen, den Zechstein, den wertvollen Kupferschiefer. Ist das ROTliegende für den Profit uninteressant, so enthält diese Schicht möglicherweise für Andere viele interessante Informationen. Beim vorsichtigen Abtragen, genauen Beobachten sind Entdeckungen von Einschlüsse / Fossilien möglich und das Entstehen von Ton und Kalk lassen Rückschlüsse auf eine Lebens- und Enwicklungsgeschichte zu. So geht es mir mit dieser fotografischen Arbeit.

Ausgelöst durch die vielen Rotschattierungen in einem Gemälde von Kumari Nahappan habe ich begonnen mich mit der Farbe ROT, ihrer Wahrnehmung, Symbolik, Geschichte und Wirkung auseinanderzusetzen.…